Montag, 19. Februar 2018

Der Poet, der aus dem Walde kam



Zum 175. Geburtstag und 100. Todestag einer Persönlichkeit, die vom ungeschulten Bauernbuben zum gefeierten Dichter und Denker wurde.

Peter Rosegger  31.7.1843 bis 26.6.1918


Obwohl während meiner Schulzeit Peter Rosegger im Lehrplan noch sehr present war, habe ich bei Durchsicht der Ausstellungsankündigungen zu seinem Todestag, doch einige, für mich neue, Erkenntnisse gewonnen.
Bergbauernkind und Autor, zwischen Waldheimat und Europa, geprägt durch Patriotismus, Monarchie und Nationalismus, aufgeschlossen gegenüber reformatorischen Bewegungen, als Kommentator und Mahner in gesellschaftlichen und sozialen Fragen.
Roseggers Schaffen --> 40 Buch-Bände --> 14 Millionen Exemplare, hat ihn neben Jules Verne zu den am meisten gelesenen Schriftstellern seiner Zeit gemacht. Die Werke wurden in 22 Sprachen (auch Hindi) übersetzt und wirken auch heute noch nach.
Im Jahre 1913 sollte er den Nobelpreis für Literatur bekommen. Eine Kampagne tschechischer Journalisten verhinderte dies und Rabindranath Tagore wurde stattdessen ausgezeichnet.

Die Waldschule in Alpl, die Rosegger aus allen Erlösen, seiner gut bezahlten Lesungen und Spenden errichten liess, zeigt von seinem sozialen Engagement.

Wer kann heute noch *Kurrent* lesen oder schreiben?
Bescheidene Anfänge im Jahre 1902
selbstgenügsam



Ein bisschen mehr Freude und weniger Streit,
ein bisschen mehr Güte und weniger Neid, 
ein bisschen mehr Liebe und weniger Haß,
ein bisschen mehr Wahrheit, das wäre was! 

Statt soviel Unrast ein bisschen Ruh, 
Statt immer nur ich ein bisschen mehr du, 
statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut 
und Kraft zum Handeln, das wäre gut.

In Trübsal und Dunkel, ein bisschen mehr Licht, 
kein quälend Verlangen, ein froher Verzicht, 
und viel mehr Blumen, solange es geht, 
nicht erst auf Gräbern, denn da blühn sie zu spät.

Ziel sei der Friede des Herzens.
Besseres weiß ich nicht.

Bitte die schlechte Bildqualität zu entschuldigen. Danke.

Mittwoch, 14. Februar 2018

Keine Pflegeanleitung erforderlich

In der letzten Woche, als ich bei meinem neuen Zahnarzt war, habe ich den Beitrag über Mumifiziertes Moos hier hereingestellt.

Abgesehen von der tollen Idee, kam aber von meinen MitleserInnen auch gleich die Frage auf, wie man dieses Moos pflegt - abstaubt etc. etc.

** Nichts dergleichen, keine Pflege, kein Abstauben, erforderlich **

Der Zahnarzt hat es jetzt seit mehr als 2 Jahren und es ist bisher unverändert schön.

Die einzigen Bedingungen sind: wenn möglich keine direkte Sonne, sonst wird es gelb und nicht allzuviel Luftfeuchtigkeit, denn die Feuchtigkeit wurde den Pflanzen ja zum Austausch für die Präparierflüssigkeit entzogen

Hier nochmals ein Blick auf die bemooste Fläche.


Montag, 12. Februar 2018

FEBRUAR




Und wenn sich auch am heutigen Tag der Winter erneut bei uns eingestellt hat, so trotzen wir mit Frühlingsblumen auf der eigenen Fensterbank.

*Klick auf's Bild = größer sehen*

































Schon leuchtet die Sonne
wieder am Himmel
und schmilzt die Schneelast von den
Dächern
und taut das Eis auf von den Fenstern
und lacht ins Zimmer:
wie geht's?
wie steht's?

Und wenn es auch noch lang nicht Frühling
so laut es überall tropft und rinnt...
du sinnst hinaus über deine Dächer...
du sagst, es sei ein
schreckliches Wetter,
man werde ganz krank!
 ... und bist im stillen glückselig drüber, wie ein Kind.

Cäsar Otto Hugo
Flaischlen



Donnerstag, 8. Februar 2018

Wer hat den Winter (wieder)erweckt?

Das Italien-Tief, welches sich gestern über die Steiermark ausgebreitet hatte, schenkte uns den Schnee, der eigentlich zu Weihnachten auf unserem Wunschzettel war.
Tröstenderweise sagte aber die Wettervorhersage, dass es spätestens am Freitag mit der weißen Pracht wieder zu Ende sein wird.

Joy und ich, wir waren die unermüdlichen  Spaziergänger ;-)


Ein Gedicht von Emanuel Geibel vermittelt uns

Hoffnung 

Und dräut der Winter noch so sehr
Mit trotzigen Gebärden,
Und streut er Eis und Schnee umher,
Es muss doch Frühling werden.

Und drängen die Nebel noch so dicht
Sich vor den Blick der Sonne,
Sie wecket doch mit ihrem Licht
Einmal die Welt zur Wonne.

Blast nur, ihr Stürme, blast mit Macht,
Mir soll darob nicht bangen,
Auf leisen Sohlen über Nacht
Kommt doch der Lenz gegangen.

Und wenn dir oft auch bangt und graut,

Als sei die Höll' auf Erden,
Nur unverzagt auf Gott vertraut!
Es muss doch Frühling werden.


Nachtrag:
Ja, ich weiß, dass 3 Strophen fehlen, habe aber bewusst gekürzt. 
Danke für die Aufmerksamkeit.





Montag, 5. Februar 2018

Mumifiziertes Moos......

.....kennt ihr das?

Mein neuer Zahnarzt, hat eine sehr stylische und auf den neuesten medizinischen Stand der Technik eingerichtete Ordination.

Die Technik ist die eine Seite für die gute medizinische Versorgung, aber die Optik bzw. das Ambiente ist ja auch nicht unwesentlich, um sich während der Behandlung einigermaßen  wohlzufühlen.

Als Raumteiler wurde eine Wand aus mumifiziertem Moos aufgestellt und so etwas habe ich noch nirgends gesehen - vielleicht bin ich deshalb so begeistert.































Natürlich habe ich mich im WWW sofort informiert, was es mit diesem Moos auf sich hat.
Es ist echtes Moos, dem die Feuchtigkeit entzogen wird und durch eine umweltfreundliche und abbaubare Präparierflüssigkeit ersetzt wurde.
Durch die Mumifizierung bleibt das Moos auch ohne Licht und Wasser lange haltbar.

Es fühlt sich total natürlich an, aber die Werbung, dass das Raumklima verbessert wird, stelle ich in Zweifel, nicht aber, dass es schallabsorbierend ist.

*Achtung Werbung*

Was sind schon Tapeten, wenn es echtes Moos auch sein könnte?
;-))